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Wir über uns...

Der Bodenverband Main-Kinzig stellt sich vor....

Gegründet wurde unser Verband im Jahr 1971
Wir sind eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit Sitz in Maintal-Wachenbuchen. Als Landschaftspflegeverband und Einkausfgemeinschaft haben wir ein vielfältiges Aufgabengebiet.

Dazu gehöen im Dienstleistungsbereich:

- Zur Verügung stellen von Maschinen für ihren Betrieb auch für komunale Einsätze
- Beratung und Vermittlung beim Ankauf von Hilfs- und Betriebsstoffen, Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln
- Beratung und Vermittlung beim Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten
- Die Entnahme und das Auswerten von Bodenproben ihrer Flächen
- weitere Dienstleistungen je nach Wunsch der Mitglieder

Unser Verband umfasst derzeit ca. 225 Mitglieder mit einer Gesamtfläche von ca. 11.000 ha.




Was ist ein Wasser- und Bodenverband?


Wasser- und Bodenverbände gibt es in den meisten Bundesländern, sie sind in der Trinkwasserbeschaffung,
Abwasserbeseitigung, Deichunterhaltung, Be- und Entwässerung von Flächen und vielen anderen Gebieten tätig.
Vor Jahrzehnten nutzen Landwirte und Politiker in Hessen die Möglichkeit, über Wasser- und Bodenverbände
für die Landwirtschaft Investitionen in gemeinschaftlich genutzte Anlagen und Maschinen zu tätigen.
Damit wurde ein besonderer Weg in der überbetrieblichen Kooperation beschritten, den es in anderen Bundesländern nicht gibt.


In ihren Regionen arbeiten die Wasser- und Bodenverbände eng mit den Maschinenringen und Landtechnischen
Fördergemeinschaften zusammen; i.d.R. haben sie auch eine gemeinsame Geschäftsstelle.
Auf Landesebene sind sie im Wasser-, Boden- und Landschaftspflegeverband Hessen (WBL Hessen) organisiert.
Ein Wasser- und Bodenverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, dessen Tätigkeiten im Wasserverbandsgesetz,
einem Rahmengesetz des Bundes, festgelegt sind und in dem Hessischen Ausführungsgesetz präzisiert und erweitert wurden.
Obschon die Mitglieder Verbandsvorsteher und Verbandsvorstand in freier Wahl bestimmen, stehen die Verbände unter staatlicher Aufsicht,
besonders hinsichtlich der Einhaltung einer ordnungsgemäßen Haushaltsführung. Dies gibt zusätzliche Sicherheit in Organisationen,
deren jährliche Investitionen mitunter 1 Million € im Jahr übersteigen können.
Begonnen hatte diese Entwicklung im Hessischen Ried. Mit der Zeit und mit politischer Unterstützung beschränkten sich ab
den sechziger Jahren die dortigen Beregnungsverbände nicht mehr auf die ausschließliche Bereitstellung von Beregnungswasser,
sondern investierten für ihre Mitglieder auch in Landtechnik, z.B. in Mähdrescher.
Von hier aus „eroberte“ der Gedanke gemeinschaftlicher Investitionen nach und nach den größten Teil Hessens.
Heute sind in Hessen 43 Wasser- und Bodenverbände im überbetrieblichen Einsatz in der Landwirtschaft tätig.
Ihr Verbandsgebiet reicht dabei von der Gemeindeebene bis hin zu Flächen, die mehrere Landkreise umfassen.
Die Mitgliedsfläche eines Verbandes kann dementsprechend von rund 50 ha bis zu über 25.000 ha betragen.
Ob klein oder groß spielt letztendlich aber keine Rolle – entscheidend ist, wieviel der Verband zur Kostensenkung
in seinen Mitgliedsbetrieben beiträgt.
Hierfür gibt es neben den überbetrieblichen Investitionen – und in Südhessen der Beregnung – eine Vielzahl von Tätigkeitsbereichen:



Überbetriebliche Maschinenverwendung


Die Senkung der Verfahrenskosten auf den landwirtschaftlichen Betrieben war der Gründungsgedanke für die Wasser- und Bodenverbände
in ihrer heutigen Form. Dieser Gedanke hat heute nichts an Aktualität eingebüßt; die hohe Kapitalintensität ist eine häufige Ursache
für Liquiditätsprobleme in den landwirtschaftlichen Betrieben. Folgerichtig sind Investitionen in überbetrieblich genutzte Maschinen
und Anlagen die Kernaufgabe der Wasser- und Bodenverbände geblieben.
Für über 12.000.000 € werden jedes Jahr Maschinen und Dienstleistungen von den Wasser- und Bodenverbänden Hessens ihren Mitgliedern vermittelt.
Alternativ hätten die Mitgliedsbetriebe einen weitaus höheren Betrag ohne die Kosteneinsparungen der überbetrieblichen Maschinenverwendung aufwenden müssen.
Überdies trägt die Möglichkeit der einzeln Betriebe, Investitionen in den Wasser- und Bodenverband „auslagern“ zu können,
wie kaum eine andere Maßnahme dazu bei, die Liquidität der Betriebe zu erhalten.
Ein weiterer Vorteil überbetrieblich genutzter Landtechnik sind regelmäßige Ersatzinvestitionen, wodurch die eingesetzten Maschinen
auf einem technisch hohen Niveau liegen. Damit lassen sich negative externe Effekte der landwirtschaftlichen Produktion erheblich verringern.



Überbetrieblich genutzte Anlagen


In vielen Wasser- und Bodenverbänden bestehen überbetrieblich genutzte Anlagen, wie Güllelagerstätten, Fahrsilos und Maschinenhallen.
Durch den Bau einer Gemeinschaftsanlage wird der Bau mehrer kleinerer Anlagen vermieden. Für die Landwirte ist dies mit wesentlichen Einsparungen
an Baukosten, wie auch mit einer besseren Liquidität durch Tätigung der Investition über den Wasser- und Bodenverband verbunden.



Beregnung


Die Beregnungsverbände, die v.a. im Hessischen Ried tätig sind, schaffen erst die Voraussetzung für den florierenden Sonderkulturanbau in diesem Gebiet.
Dieser hätte dort – angesichts geringer Niederschläge und einer sehr inhomogenen Niederschlagsverteilung – ohne Beregnung keine Anbauwürdigkeit.
Den Wert einer effektiven Beregnung hat das Dürrejahr 2003 eindrucksvoll vor Augen geführt.
Nicht zuletzt stellt die Verwaltung der Wasserrechte einer ganzen Region eine erhebliche Entlastung der öffentlichen Verwaltung dar,
die sich sonst mit einer unübersehbaren Zahl von Einzelwasserrechten konfrontiert sähe.



Organisation und Betreuung


Die Wasser- und Bodenverbände beschaffen nicht nur die Technik, sie betreuen auch die zusammenarbeitenden Landwirte.
Die Betreuung umfaßt neben der Beratung in landtechnischen und betriebswirtschaftlichen, oft auch in pflanzenbaulichen Fragen,
die Investitionen in die Technik, die Organisation des Technikeinsatzes, die Abrechnung sowie die Weiterbildung der Landwirte.
Zur Einsatzkoordination gehört auch die Vermittlung von Fahrern für die Maschinen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe.
Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung

Die Wasser- und Bodenverbände führen eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen durch, um angesichts einer schwierigen wirtschaftlichen Lage
ihren Mitgliedern Wege zur Kostensenkung in ihren Betrieben aufzuzeigen.
Alljährlichen bieten Lehrfahrten in Deutschland und ins europäische Ausland den Mitgliedern die Möglichkeit zur Weiterbildung und zum Erfahrungsaustausch.
Maschinenvorführungen dienen der Information der Mitglieder über neue Entwicklungen in der Landtechnik.



Düngebilanzierung, Probenanalysen, Dokumentation

Viele Wasser- und Bodenverbände bieten ihren Mitgliedern die Entnahme von Bodenproben an. Eine Rahmenvereinbarung mit der LUFA ermöglicht den
Mitgliedern eine kostengünstige Analyse ihrer Proben (z.B. Boden-, Dünge-, Gülle-, Futtermittel- und Klärschlammproben).
Einzelne Organisationen stellen für ihre Mitglieder Dünge- (Nährstoff-) Bilanzen auf. Desgleichen bieten mehrere Organisationen ihren Mitgliedern Unterstützung
bei der Dokumentationen.


Zuerwerb

Die Vermittlung von Zuerwerbsmöglichkeiten, in denen sich die Landwirte als Unternehmer zusätzliche Einkommen erschließen können,
ist eine wichtige Maßnahme zur wirtschaftlichen Stabilisierung landwirtschaftlicher Betriebe.
Viele Wasser- und Bodenverbände vermitteln ihren Mitgliedern Tätigkeiten u.a. in der Landschaftspflege und in Kommunalarbeiten.


Einkaufsbündlung

Ziel der Einkaufsbündlung, die Wasser- und Bodenverbände ihren Mitgliedern anbieten, ist, die z.T. sehr hohen Rabatte,
die bei Abnahme größerer Mengen gewährt werden, an die Landwirte weitergeben zu können.
Diese Aktivitäten führen zu deutlichen Kosteneinsparungen bei den Mitgliedsbetrieben und überdies zu einem allgemein geringeren und stabileren Preis
für diese Produkte in Hessen, wovon die gesamte Landwirtschaft profitiert.
Gebündelt wurden z.B. Einkäufe bei Schmierstoffen, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, Verschleißteilen für landwirtschaftliche Maschinen sowie

die Untersuchungen von Proben.



(Quelle WBL-Hessen)














Betriebsgelände mit Maschinenpark

© by Bodenverband Main-Kinzig 17.11.2020
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